Moin!
Nein, hiermit möchte ich nicht die bekannte Internetseite für Kochrezepte bewerben. Sondern vielmehr von meinem wöchentlichen Highlight der letzten Monate erzählen. Es ging damit los, dass ich damals, am 1. Mai, bei Niche Living in Ballsbridge eincheckte. Nicht nur wurde mir mein Heim für die nächsten 6 Monate gezeigt, sondern auch von den wöchentlichen Zusatzangeboten berichtet. Da war zum einen: angeleiteter Fitnesskurs im Kraftraum jeden Montagabend. Cool, aber wenn ich mich schon selbst foltere, dann will ich dabei zumindest meine Ruhe haben. Das andere Event hat mich hingegen schon hellhöriger gemacht: jeden Mittwochabend wird zum gemeinsamen Kochen eingeladen. Über Zutaten und Rezepte muss man sich keine Gedanken machen; ein professioneller Koch bringt alles mit, erklärt die Vorgehensweise und am Ende dürfen die Gerichte natürlich auch verspeist werden. Ein No-Brainer für jemanden wie mich, der Freude am Kochen (und vor allem am Verputzen danach) hat.

Vor dem Besuch des Kochkurses direkt am ersten Mittwoch war ich ganz schön nervös: Was würde mich erwarten? Wen würde ich treffen? Würde ich da überhaupt reinpassen? Die Antworten in Kurzform: Ein wohltuendes Erlebnis, nette, interessante Menschen von überall her und ja, kein Problem. Wir waren damals eine gemütliche Truppe von 7 Leuten plus unserem Chefkoch, Kemi. Kemi ist ein herzensguter Mensch, der mit seiner Offenheit, Freundlichkeit, ruhigen Ausstrahlung und gigantischem Erfahrungsschatz aus seiner Arbeit in den unterschiedlichsten Küchen weltweit die Meute bei Laune hält und jedes Mal aufs Neue alle so koordiniert, dass am Ende die Mahlzeiten punktgenau zusammenkommen.
Egal, ob es 4 oder 15 Teilnehmer sind, Kemi schafft es, jedem bestimmt, aber sanft, eine konkrete Aufgabe zuzuteilen, wichtige Arbeitsschritte gekonnt zu demonstrieren, geduldig auf jede Nachfrage zu reagieren und am Ende auch noch den Überblick zu behalten, was wie lange auf dem Herd köcheln oder im Ofen garen muss. Das ist bei einem Hauptgericht mit mehreren Beilagen und einem Dessert, alles gleichzeitig zubereitet, kein Spaziergang. Und er findet immer auch noch irgendwo Zeit zum Plaudern, zum Erzählen von seinen Erlebnissen aus der professionellen Kochwelt (einige Gruselgeschichten inklusive) und zum Komplimente machen, wenn jemandem ein Handgriff besonders gelungen ist. Auch wenn er mal nicht so gut drauf ist. Ich bin immer wieder fasziniert, begeistert und zutiefst dankbar für sein Engagement. Und extrem froh, mich mit ihm und allen weiteren “Niche-Köchen” über die letzten Monate angefreundet zu haben.
Thanks, Chef!










